Gemeinsam statt einsam: Prävention und Innovation gegen ein unterschätztes Risiko

Einsamkeit ist ein unterschätztes gesellschaftliches Risiko mit weitreichenden Folgen für die physische und psychische Gesundheit sowie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Präventive Ansätze, die soziale Teilhabe stärken und Menschen miteinander verbinden, gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund waren die Ecclesia Gruppe und Gesundheitsstadt Berlin im Dezember  Gastgeber des Fachgesprächs „Gemeinsam statt einsam: Start-ups für Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ in der Schwedischen Botschaft in Berlin. Ziel war es, Start-ups mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenzubringen und gemeinsam innovative Lösungsansätze gegen Einsamkeit zu diskutieren – insbesondere dort, wo klassische Versorgungsangebote an ihre Grenzen stoßen.

Einsamkeit als gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Die Diskussionen machten deutlich, dass Einsamkeit alle Altersgruppen betrifft und damit eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt. Klassische Versorgungsangebote greifen dabei häufig zu kurz, da Einsamkeit nicht als eigenständige Krankheit gilt und im regulären Gesundheitssystem bislang kaum verankert ist. 

Das Fachgespräch hat gezeigt, dass Einsamkeit kein Randphänomen ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, für die neue kooperative Lösungen gebraucht werden.

– Kai Schindelmann, Senior Kundenbetreuer Region Ost bei der Ecclesia Gruppe

Start-ups als Innovationstreiber

Innovative Start-ups setzen genau hier an: Sie nutzen digitale Technologien, KI-gestützte Anwendungen und neue Plattformmodelle, um psychosoziale Gesundheit zu stärken den Zugang zu Unterstützung zu erleichtern. Zudem fördern sie soziale Kompetenzen und verbinden Menschen nachhaltig miteinander.  

Die Ansätze sind vielfältig und zeigen das Potenzial digitaler, präventiver Lösungen, die sowohl individuell als auch gesellschaftlich wirken.

Von der Studie in den Dialog

Ein zentraler Bezugspunkt des Abends war die gemeinsam von Gesundheitsstadt Berlin und der Ecclesia Gruppe veröffentlichte Trendstudie „Health Start-ups made in Germany“. Die Studie beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Gesundheitssektor und zeigt, wie Start-ups als smarte Problemlöser menschenzentrierte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit, mentale Gesundheit, Depression oder Demenz entwickeln.  

Ich fand spannend zu sehen, wie Start-ups ganz konkret versuchen, Einsamkeit vorzubeugen und Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden. Das Gespräch hat mir einen guten Überblick gegeben, wie vielfältig die Ansätze sind und dass es hier noch großes Potenzial gibt.

– Guido Happe, Key Account Manager Region Ost bei der Ecclesia Gruppe

In einer alternden Gesellschaft, geprägt von Fachkräftemangel und zunehmender Digitalisierung, gewinnen solche Innovationen weiter an Bedeutung. 

Takeaways: Prävention durch Vernetzung

Das Fachgespräch machte deutlich: Wirksame Prävention gelingt nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure – von Start-ups über Zivilgesellschaft und Wissenschaft bis hin zu Politik und Wirtschaft. Start-ups fungieren dabei als Katalysatoren für neue Kooperationsmodelle und eine Co-Kultur, in der Lösungen gemeinsam entwickelt werden. 

Zentrale Learnings:

  • Einsamkeit ist veränderbar – Autonomie, Selbstwirksamkeit und soziale Teilhabe sind entscheidende Hebel.
  • Start-ups leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung praxisnaher, präventiver Lösungen.
  • Ein ausgewogener Policy-Mix aus sozialen, digitalen und wirtschaftlichen Maßnahmen ist notwendig.
  • Digitalisierung kann verbinden, erfordert jedoch bewusst gestaltete und zielgruppengerechte Anwendungen.

Mit klug gestalteter Prävention, innovativen Ideen und starker Vernetzung lassen sich nachhaltige Antworten auf eine der zentralen sozialen Herausforderungen unserer Zeit entwickeln. Die Ergebnisse der Runde liefern wertvolle Impulse und motivieren, den Dialog fortzusetzen

Jetzt Trendstudie entdecken: Mehr Start-ups, mehr Innovation, mehr Prävention

Das Fachgespräch „Gemeinsam statt einsam“ hat gezeigt, wie Start-ups mit innovativen Ansätzen gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit adressieren.
Die Trendstudie „Health Start-ups made in Germany“ geht noch einen Schritt weiter: Sie stellt zahlreiche weitere Start-ups vor, die mit digitalen und KI gestützten Lösungen neue Wege in Prävention, Versorgung und Mental Health eröffnen – und zeigt damit das gesamte Innovationsspektrum der deutschen Health Tech Szene auf.

Laden Sie die Trendstudie herunter und entdecken Sie alle vorgestellten Start-ups.

Noch mehr spannende Einblicke ?

Interviews, Fachbeiträge und praxisnahe Ratgeber zu aktuellen Themen, die Entscheider bewegen.