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Wie die Ecclesia Gruppe und LIVA gemeinsam M&A-Transaktionen in Europa, den USA und Asien stärken

Clemens Küppers und Johannes Jacob im Interview: Seit 2024 hält die Ecclesia Gruppe die Mehrheitsbeteiligung an LIVA und stärkt damit eine Partnerschaft, die bereits 2021 begonnen hat.

Das LIVA-Team bringt hochspezialisierte M&A und Restrukturierungskompetenz, juristische Tiefe und internationale Geschwindigkeit ein, während die Ecclesia Gruppe mit Marktpräsenz, Kapazitäten und einem starken Netzwerk zusätzliche Schlagkraft schafft. Für Transaktionen entstehen dadurch verlässliche Timelines, zusätzliche Risikoträger und modulare Lösungen, die vor allem bei Carveouts, internationalen Deals und zeitkritischen Restrukturierungen entscheidende Vorteile bieten.

Clemens Küppers und Johannes Jacob, jeweils Managing Director von LIVA, erklären im Interview, wie sie komplexe Transaktionen für Käufer und Verkäuferseite sicherer, schneller und planbarer machen.

Herr Küppers und Herr Jacob, was macht LIVA im Kontext von M&A und Transaktionsprozessen – und worauf ist Ihr Team dabei spezialisiert? 

Clemens Küppers: LIVA ist ein auf M&A-Versicherungen spezialisierter Makler, der Haftungsrisiken aus Unternehmenskäufen strukturiert, bewertet und in planbare Versicherungslösungen überführt. Im Zentrum steht Warranty and Indemnity, ergänzt um Tax-, Title-, Environmental-, IP und Contingent Risiken, die wir je nach Transaktionslage modular einsetzen.

Früher mussten Verkäufer Garantien selbst tragen, heute ermöglichen wir einen professionellen Risikotransfer zwischen Käufer- und Verkäuferseite – von Buyer W&I über Verkäufer W&I bis hin zu No-Recourse-Strukturen.

– Clemens Küppers - Managing Director LIVA

Damit entlasten wir Verkäufer von Nachhaftung und geben Käufern klare Sicherheit über zentrale Werthypothesen. 
Wir binden Versicherungen früh in Due Diligence, Offenlegung und Garantiekatalog ein, damit Prozesse schlank und stabil bleiben. Bei eingeschränkter Offenlegung greifen wir auf synthetische Garantien zurück, die Transaktionen trotz geringer Zusicherungsbreite möglich machen. Unser Fokus liegt bewusst auf wenigen Produktlinien, die wir in großer Tiefe und internationaler Geschwindigkeit bedienen. So schaffen wir einen Werkzeugkasten, der Risiken transparent macht und gleichzeitig Verhandlungstempo und Abschlusswahrscheinlichkeit erhöht. Für Kunden bedeutet das eine klare Risikoallokation und eine messbare Beschleunigung des gesamten Transaktionsprozesses. 

Unser Standort in Berlin spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil wir Underwriting-Fragen direkt, in der richtigen Sprache und ohne Verzögerung klären können.

– Johannes Jacob - Managing Director LIVA

Diese Nähe zu Teams, Mandanten und Versicherern verkürzt Reaktionszeiten erheblich und sorgt für präzise Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Gleichzeitig verbinden wir kontinentaleuropäische Mandate eng mit London, sodass internationale Kapazitäten innerhalb kürzester Zeit verfügbar sind. Diese Kombination aus lokaler Präsenz und globaler Vernetzung macht uns in engen Deal-Fenstern besonders schnell. Für viele Kunden ist genau dieses Zusammenspiel ein wesentlicher Grund, warum sie sich für LIVA entscheiden. 
 


Welche typischen Risiken und Fragestellungen übernimmt LIVA im Rahmen von Unternehmenstransaktionen?

Clemens Küppers: Wir übernehmen die Absicherung von finanziellen Unsicherheiten, die im Rahmen von M&A-Prozessen aufgedeckt werden – von Bilanzpositionen über steuerliche Auslegungsfragen bis hin zu IT und Schutzrechtsrisiken. Tax-Policen adressieren identifizierte Steuerthemen, die jenseits des W&I-Standards liegen und häufig aus historischen Gestaltungen oder potenziellen Betriebsprüfungsrisiken entstehen. Der Bereich geistiges Eigentum gewinnt enorm an Bedeutung, weil KI und Softwareentwicklungen neue Anknüpfungspunkte für Streitfälle und Nichtigkeitsverfahren schaffen. Bei Umweltrisiken schützen wir Käufer vor Altlasten, lückenhaften Dokumentationsketten oder laufenden Betriebsrisiken, die Kaufpreise und Covenants erheblich beeinflussen können. Über Contingent-Risiken sichern wir klar eingegrenzte Rechts- oder Bewertungsfragen ab, etwa anhängige Verfahren oder Auslegungsthemen aus zentralen Verträgen. Häufig unterschätzen Unternehmen Altlasten oder strukturelle Risiken, bis die Due Diligence sie sichtbar macht. Deshalb ist eine frühzeitige, stringente Risikoanalyse entscheidend, um Transaktionen nicht durch ungeklärte Streitpunkte zu gefährden. Unsere Aufgabe ist es, diese Risiken transparent zu machen, zu strukturieren und über tragfähige Policen wirtschaftlich planbar zu gestalten. Am Ende geht es darum, Transaktionen nicht zu bremsen, sondern ihnen Stabilität zu geben.

Johannes Jacob: Gerade bei technischen und juristischen Detailfragen profitieren Mandanten davon, dass wir Rückfragen sofort klären und nicht erst über verlängerte Kommunikationswege spielen müssen. Viele Risiken lassen sich deutlich schneller versicherbar machen, wenn die richtige Information in der richtigen Sprache beim Underwriter landet. In internationalen Konstellationen sorgt diese Präzision für merklich weniger Iterationsschleifen. So bleibt der Prozess auch bei komplexen Sachverhalten fokussiert und effizient. Für Käufer- wie Verkäuferseite schafft das ein hohes Maß an Planbarkeit. 


Mit welchem spezifischen Know-how ergänzt LIVA die Leistungsfähigkeit der Ecclesia Gruppe? 

Unser Team aus ehemaligen Anwälten und M&A-Professionals kann komplexe Risiken juristisch tief erfassen und schnell in tragfähige Versicherungsstrukturen überführen.

– Clemens Küppers - Managing Director LIVA

Diese Verbindung aus rechtlicher Präzision, Transaktionserfahrung und Versicherungslogik ist besonders in engen Zeitfenstern entscheidend. Wir erreichen häufig innerhalb von weniger als zehn Tagen eine bindende Zusage – ein klarer Marktvorteil. Unser internationales Setup ermöglicht es, Transaktionen über mehrere Rechtsräume und Zeitzonen hinweg effizient zu steuern. Durch die Mehrheitsbeteiligung der Ecclesia Gruppe haben wir zudem besseren Zugriff auf Daten, Technologie und Spezialrollen wie Tax-, Title- und Claims-Experten – ohne unsere schnellen Entscheidungswege zu verlieren. So verbinden wir Spezialisierung mit der Marktdurchdringung der Ecclesia Gruppe. Für Mandanten entsteht eine Kombination aus wirtschaftlicher Tragfähigkeit und rechtlicher Belastbarkeit. Dass wir rund 20 Transaktionen parallel begleiten, zeigt die hohe Nachfrage nach diesem Modell. Diese Struktur trägt auch in anspruchsvollen Restrukturierungssituationen nachhaltig.

Johannes Jacob: Gerade in kontinentaleuropäischen Mandaten zeigt sich die Stärke unseres gemeinsamen Ansatzes, weil lokale juristische Expertise und internationales Underwriting unmittelbar zusammenspielen müssen. Unser Setup ermöglicht es, komplexe Sachverhalte fachlich wie sprachlich schnell zu erfassen und sauber zu übersetzen. Das beschleunigt Entscheidungen und verhindert unnötige Ausschlüsse. Viele Versicherer schätzen diese Präzision, weil sie den Weg zur verbindlichen Zusage stabiler macht. Für Ecclesia-Kunden erhöht das nachweislich die Erfolgsquote bei anspruchsvollen Risiken. 

Mit welchem spezifischen Know-how ergänzt LIVA die Leistungsfähigkeit der Ecclesia Gruppe?

Clemens Küppers: Unser Team aus ehemaligen Anwälten und M&A-Professionals kann komplexe Risiken juristisch tief erfassen und schnell in tragfähige Versicherungsstrukturen überführen. 
 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen LIVA und den Einheiten der Ecclesia Gruppe im konkreten Mandatsfall?

Clemens Küppers: Wir arbeiten als gemeinsames Team: Ecclesia bringt Kundenzugang, Industriewissen und Beziehungen ein, LIVA steuert den gesamten Transaktionsversicherungsstrang von der Strukturierung bis zur finalen Bindung. Vom Pitch über Risikoaufbereitung bis zur Marktansprache agieren wir eng verzahnt und bleiben auch im Schadenfall die zentrale Anlaufstelle. Oft gewinnen wir Mandate, in denen zuvor internationale Makler gesetzt waren – Geschwindigkeit und Spezialisierung sind entscheidende Faktoren. Unser Setup zwischen London und Berlin beschleunigt Rückfragen und bindet globale Kapazitäten ohne Zeitverlust ein. Seit 2024 sind die Schnittstellen harmonisiert, was Prozesse spürbar reibungsloser macht. Wir vertreten strikt entweder Käufer- oder Verkäuferseite, um Rollen sauber und transparent zu halten. Diese Klarheit ist in engen Timelines essenziell und schafft Vertrauen. So entsteht ein stabiler Prozess, in dem jeder weiß, welchen Teil der Wertschöpfung er verantwortet. 

 

In der Praxis bedeutet das kurze Wege und schnelle Entscheidungszyklen – besonders, weil Berlin internationale Geschwindigkeit mit lokaler Tiefe verbindet.

– Johannes Jacob - Managing Director LIVA

Viele Abstimmungen, die früher Tage dauerten, klären wir heute in wenigen Stunden. Das stabilisiert das Underwriting und verbessert die Qualität der Rückfragen. Für Kunden führt das zu spürbar verlässlicheren Timelines im gesamten Transaktionsprozess.

 

Welchen gemeinsamen Mehrwert erzielen Kunden durch das Zusammenspiel von LIVA und der Ecclesia Gruppe?

Clemens Küppers: Unsere Kunden erhalten ein integriertes Angebot aus Industrieversicherung, M&A-Expertise und internationaler Platzierungsstärke. Die Ecclesia Gruppe bringt Marktpräsenz und Verhandlungsmacht ein, während wir juristische Tiefe, Geschwindigkeit und Präzision liefern. Dadurch verkürzen sich die Zeiten bis zur Deckungszusage deutlich, und Kapazitäten erweitern sich – vor allem bei komplexen Risiken. Käufer und Verkäufer profitieren von klaren, dokumentierten Haftungsrahmen, die auch für Finanzierer relevant sind. Unsere modularen Tax-, Title-, Environmental-, IP- und Contingent-Lösungen setzen wir genau dort ein, wo der wirtschaftliche Case es verlangt. Diese Kombination aus Muskulatur, Tiefe und schnellen Entscheidungswegen ist ein echter Qualitätsfaktor. Viele Mandanten nutzen W&I inzwischen bewusst als strategisches Verhandlungswerkzeug. Das Ergebnis ist ein Setup, das Risiken früh erkennt, strukturiert adressiert und effizient in belastbare Policen überführt.

 

Für welche Transaktionen und Kundensituationen ist diese Zusammenarbeit besonders sinnvoll?

Clemens Küppers: Unsere Lösungen passen zu allen Transaktionstypen – von internationalen Großdeals bis zu kleineren Nachfolge-Transaktionen, da Mindestvolumina heute keine Rolle mehr spielen. Besonders relevant sind sie bei Unternehmenskäufen und -verkäufen, Management-Buy-outs, Carveouts und internen Restrukturierungen. Distressed-Transaktionen profitieren besonders stark von unserer strengen Dokumentation, klaren Materialitätsschwellen und synthetischen Garantien, wenn Verkäufer nur eingeschränkt Zusicherungen geben können. Bei grenzüberschreitenden Strukturen zeigt unser Netzwerk zwischen London, Berlin und weiteren europäischen Standorten seine volle Wirkung. Steuerversicherungen eignen sich besonders für interne Umstrukturierungen, weil dort regelmäßig Auslegungs- und Bewertungsrisiken entstehen. Gleichzeitig führt M&A automatisch in die Geschäftsführungsebene, was neue Beratungsanlässe für die Ecclesia Gruppe schafft. Versicherungen werden so zu einem zentralen Werkzeug für Tempo, Transparenz und Fortführungssicherheit. Genau das macht unser Zusammenspiel in komplexen Situationen so wertvoll.

Johannes Jacob: Gerade in Restrukturierungen zeigt sich, wie wichtig klare Priorisierung und saubere Risikoaufbereitung sind. Wenn wir juristische Detailfragen früh klären, bleibt der Pfad zur verbindlichen Zusage offen. Viele Prozesse gelingen nur deshalb im engen Zeitfenster, weil wir ohne Verzögerung reagieren können. Das verhindert späte Ausschlüsse und hält die Transaktion stabil. Für Mandanten entsteht dadurch spürbare Prozesssicherheit. 
 

Über LIVA und die Ecclesia Gruppe:

LIVA ist der spezialisierte Transaktionsversicherungsmakler innerhalb der Ecclesia Gruppe. Das zwölfköpfige Team verbindet hohe juristische Tiefe mit internationaler Platzierungskompetenz. Seit der Mehrheitsbeteiligung der Ecclesia im Jahr 2024 hat sich die Schlagkraft von LIVA spürbar erhöht: zusätzliche Risikoträger, effizientere parallele Marktansprachen und deutlich schnellere Zeiten bis zur Deckungszusage. Damit profitieren Kunden von verlässlichen Timelines, größerer Kapazität und modularen Lösungen – von Warranty & Indemnity über Tax und Title bis zu Contingent Risk. Berlin fungiert als kontinentaleuropäischer Hebel, während London globale Risikoträger und internationale Underwriter anbindet.  

Inhaltlich bleibt LIVA strikt auf Transaktionsversicherungen fokussiert und vertritt in einem Mandat entweder die Käufer oder die Verkäuferseite, um Rollen und Verantwortung klar zu halten. Die gewachsene Verzahnung mit den Ecclesia-Einheiten führt zu harmonisierten Schnittstellen und reibungslosen Prozessen, besonders in engen Deal-Fenstern. Für Carveouts, grenzüberschreitende Transaktionen, Restrukturierungen oder Distressed-Situationen liefert das gemeinsame Setup Geschwindigkeit und Substanz. Entscheidend ist, dass LIVA-Versicherung nicht als Selbstzweck versteht, sondern als strategisches Verhandlungswerkzeug, das Risiken planbar macht und Abschlusswahrscheinlichkeit erhöht. So entsteht aus der Kombination von Ecclesia-Muskulatur und LIVA-Spezialisierung ein klarer Mehrwert für Unternehmen, Investoren und Berater. 

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