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Naturgefahrenbilanz 2025: Weniger Schäden, aber weiter hohe Risiken

Die Naturgefahrenbilanz 2025 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist für vergangenes Jahr ein unterdurchschnittliches Schadenaufkommen aus – Entwarnung bedeutet das jedoch nicht. Zwar rechnen die Versicherer mit rund 2,6 Milliarden Euro Schäden durch Naturereignisse – etwa drei Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Der langfristige Trend bleibt jedoch eindeutig: Klimawandelbedingte Extremwetterereignisse nehmen weiter zu.

Hauptgrund für das vergleichsweise geringe Schadenaufkommen ist das Ausbleiben großflächiger Naturkatastrophen. Für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Institutionen bleibt eine konsequente und vorausschauende Risikovorsorge dennoch unverzichtbar. Wie sich diese Entwicklung einordnen lässt und welche Maßnahmen jetzt besonders relevant sind, erläutern die Expertinnen und Experten der Ecclesia Gruppe.

Schäden 2025: Entlastung ohne Trendwende

Die Schadenverteilung zeigt ein differenziertes Bild:

• 1,4 Milliarden Euro in der Sachversicherung durch Sturm, Hagel und Blitz
• 500 Millionen Euro durch Überschwemmung und Starkregen
• 700 Millionen Euro in der Kraftfahrtversicherung durch Sturm- und Überschwemmungsschäden


Auch unsere Schadendaten bestätigen diese Entwicklung. „2025 hat es nur wenige, sehr punktuelle Ereignisse gegeben, die der Ecclesia Gruppe gemeldet wurden – diese Momentaufnahme ändert jedoch nichts am langfristigen Risikotrend“, erläutert Natalie Liptow, Leiterin Sachschaden der Ecclesia Gruppe. Ihre Einschätzung verweist auf die Besonderheit lokaler Ereignisse: 

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre verdeutlichen, wie schnell einzelne Extremereignisse zu erheblichen Schäden führen können.

– Natalie Liptow, Leiterin Sachschaden

Ecclesia-Einordnung: Risiken ganzheitlich verstehen und steuern

Aus Experten-Sicht darf das ruhige Jahr 2025 nicht als Trendwende interpretiert werden. Vielmehr zeigt es, wie entscheidend ein belastbares Risikomanagement bleibt – auch in Jahren mit geringerer Schadenbelastung. „Die unmittelbaren Gefahren durch Witterungseinflüsse zeigen, wie wichtig eine umfassende Betrachtung des Versicherungsschutzes ist“, betont Katrin Gutseel, Teamleiterin Sach- und Technische Versicherung im Ressort Markets.

Die Ecclesia Gruppe analysiert kontinuierlich, wie sich klimabedingte Naturgefahren auf Standorte, Betriebsabläufe und bestehende Deckungskonzepte auswirken. Die Beratung verbindet Risikoanalyse, Prävention und maßgeschneiderte Versicherungslösungen. „Ein wirksames Risikomanagement verbindet Versicherungsschutz, Prävention und eine klare Vorbereitung auf klimawandelbedingte Extremwetterereignisse“, erklärt Arne Jägers, Head of ecrisk_services, von unserem Ingenieur- und Architektenteam für umfassende Risikoberatung und Risikodienstleistungen innerhalb der Ecclesia Gruppe, das unsere Kunden genau in diesen Fragen begleitet.
 

Die Elementarversicherung ist ein zentraler Baustein, um wetterbedingte Schäden abzusichern.

– Katrin Gutseel, Teamleiterin Sach- und Technische Versicherung, Ressort Markets

Zentrale Bausteine eines belastbaren Risikokonzepts:

Absicherung von Gebäuden und Betriebseinrichtung

Eine angemessene Elementarschadendeckung bleibt essenziell, um Schäden durch Überschwemmung, Rückstau oder Starkregen abzufedern. Katrin Gutseel bringt es auf den Punkt: „Die Elementarversicherung ist ein zentraler Baustein, um wetterbedingte Schäden abzusichern.“ Wir überprüfen bestehende Policen, identifizieren Lücken und entwickeln belastbare Deckungskonzepte.

Fahrzeuge und technische Ausstattung schützen

• Teilkasko deckt in der Regel Überschwemmungsschäden an Fahrzeugen.
• Eine Elektronikversicherung schützt empfindliche und kostenintensive Technik.
Gerade im Zuge fortschreitender Digitalisierung weist die Ecclesia Gruppe verstärkt auf die Bedeutung technischer Resilienz hin.

Betriebsunterbrechung konsequent berücksichtigen

Wichtig zu wissen: Naturgefahren führen nicht nur zu Sachschäden. Betriebsunterbrechungen können wirtschaftlich ebenso gravierend sein. Die Risikoanalysen der Ecclesia Gruppe zeigen regelmäßig: Eine solide BU-Deckung ist häufig der entscheidende Faktor für die wirtschaftliche Stabilität nach einem Ereignis.

Elementarschutz individuell gestalten – mit Ecclesia-Analyse

Ein umfassender Elementarschutz ist in vielen Regionen sinnvoll, in besonders exponierten Gebieten sogar unverzichtbar. Unsere Expertinnen und Experten bewerten Risikoprofile systematisch – von geographischen und hydrologischen Gegebenheiten bis hin zu betrieblichen Abläufen – und entwickeln individuelle Absicherungskonzepte. Arne Jägers erklärt: „Unternehmen sollten Elementarschutz, technische Prävention und betriebliche Abläufe gemeinsam denken, um auch anspruchsvolle Schadenszenarien bewältigen zu können.“

Prävention gewinnt weiter an Bedeutung

Mit zunehmenden Hochwasser-, Überschwemmungs- und Starkregenereignissen sollten Präventionsmaßnahmen frühzeitig eingeplant werden – etwa technische Rückstausicherungen, wassersensible Gebäudestrukturen oder die Verlagerung kritischer Infrastruktur. Wir unterstützen Unternehmen, Institutionen und soziale Einrichtungen dabei, Risiken realistisch einzuschätzen, geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln und den passenden Versicherungsschutz auszuwählen.
 

Ein wirksames Risikomanagement verbindet Versicherungsschutz, Prävention und eine klare Vorbereitung auf klimawandelbedingte Extremwetterereignisse.

– Arne Jägers, Head of ecrisk_services

Handlungsempfehlungen im Hochwasserfall

1. Schäden vollständig dokumentieren

• Vollständige Foto- und Videodokumentation
• Maschinen, Anlagen, Lagerbestände und Betriebsmittel systematisch erfassen
• Auch entsorgungspflichtige Gegenstände dokumentieren


2. Versicherungsschutz prüfen und Schaden melden

Im Austausch mit der Kundenberatung prüfen:

• Sind Elementargefahren in der Gebäudeversicherung enthalten?
• Deckt die Inventarversicherung Betriebseinrichtung und Technik ab?
• Sind Schäden am Fuhrpark über die Kfz-Versicherung abgesichert?


3. Aufräumarbeiten abgestimmt beginnen

Nach Rückgang des Wassers:

• Räume belüften und von Schlamm befreien
• Bei Bedarf Fachfirmen über die Ecclesia Gruppe beauftragen
• Vor jeder Beauftragung Kosten abstimmen
• Alle Schritte lückenlos dokumentieren
 

Fazit

Ein einzelnes Jahr mit geringeren Schäden bedeutet keine strukturelle Entspannung. Die Risiken durch Naturgefahren bleiben hoch – und erfordern strategische Vorsorge, technische Prävention und einen belastbaren Versicherungsschutz. Die Naturgefahrenbilanz 2025 zeigt: Wer heute vorsorgt, schützt morgen seine Organisation, seine Mitarbeitenden und seine wirtschaftliche Stabilität. Wir stehen dabei als erfahrener Partner an der Seite unserer Kundinnen und Kunden – mit tiefgehender Expertise, Marktkenntnis und einem klaren Fokus auf nachhaltiges Risikomanagement.
 

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