Verantwortung trägt – Haftung auch

Warum Stiftungen ihre Risiken neu denken müssen – und wie ein gemeinsames Konzept Sicherheit schafft

Wenn sich im Mai 2026 rund 2.000 Teilnehmende beim Deutschen Stiftungstag in Hamburg treffen, geht es um große Fragen: Freiheit, Verantwortung und die Rolle von Stiftungen in einer komplexer werdenden Gesellschaft. Mittendrin: PP Business Protection – mit einem eigenen Stand als Anlaufpunkt für Gespräche und den Austausch mit Stiftungsverantwortlichen. Denn jenseits der großen Debatten zeigt sich im direkten Dialog, wo viele Organisationen aktuell stehen – und welche Themen sie tatsächlich bewegen. Eines davon rückt dabei immer wieder in den Fokus: der professionelle Umgang mit Risiken.

Denn Stiftungen handeln im Auftrag des Gemeinwohls. Sie verwalten Vermögen, treffen Entscheidungen und fördern Projekte – und bewegen sich dabei in einem rechtlich klar definierten Rahmen. Was dabei häufig unterschätzt wird: Auch Stiftungsorgane haften – persönlich und mit ihrem Privatvermögen. Gleichzeitig entstehen Risiken nicht nur auf Ebene der handelnden Personen, sondern auch innerhalb der Organisation selbst. „Viele Organe sind sich der eigenen Haftung nicht bewusst“, sagt Laura-Jane Valentin, Volljuristin und spezialisierte Versicherungsmaklerin bei PP Business Protection. „Aber selbst wenn Haftungsprivilegien greifen, bleibt das Risiko für die Stiftung bestehen.“

Wo Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen

In der Praxis zeigt sich, dass klassische Versicherungslösungen für Stiftungen oft nicht passen. Individuelle Policen sind häufig nicht wirtschaftlich, bedingungsseitig zu eng gefasst oder orientieren sich an Strukturen, die im Stiftungsumfeld so gar nicht existieren. Gerade kleinere und mittlere Stiftungen stoßen hier schnell an Grenzen. „Die klassischen Modelle sind häufig nicht auf die Realität von Stiftungen ausgelegt“, so Laura-Jane Valentin. „Viele Versicherer klammern zum Beispiel Risiken wie die eigene Vermögensanlage oder die Absicherung von Eigenschäden aus. Genau dort liegt aber großes Schadenpotential.“

Hinzu kommt: Viele Stiftungen arbeiten mit ehrenamtlichen Strukturen, haben wenige oder gar keine Mitarbeitenden und sehr restriktive Satzungen. Standardisierte Risikomodelle greifen hier zu kurz – und führen im Zweifel zu Deckungslücken. 
 

Viele Stiftungen unterschätzen, dass nicht nur große Fehlentscheidungen problematisch sind – sondern gerade die kleinen, alltäglichen Versäumnisse.

– Laura-Jane Valentin, Volljuristin und spezialisierte Versicherungsmaklerin bei PP Business Protection

Eine Lösung, die Stiftungen gerecht wird

Vor diesem Hintergrund haben PP Business Protection und der Bundesverband Deutscher Stiftungen bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten ein gemeinsames Konzept entwickelt, das bis heute kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ziel war es von Anfang an, Stiftungen einen Zugang zu professionellem, zugleich bezahlbarem Versicherungsschutz zu ermöglichen – weil insbesondere kleinere und mittlere Stiftungen am Markt oft weder wirtschaftlich tragfähige noch inhaltlich passende Lösungen finden. Gleichzeitig sollte ein konkreter Mehrwert für die Mitglieder des Bundesverbandes geschaffen werden – in Form eines exklusiven Zugangs zu leistungsstarkem Versicherungsschutz unter Bedingungen, die am freien Markt so in der Regel nicht erreichbar sind.

Kern des Modells ist ein Gruppenvertrag, der D&O- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung kombiniert und speziell auf die Anforderungen von Stiftungen zugeschnitten ist. Risikoträger ist mit der Allianz ein Versicherer, der im Markt als besonders leistungsstark und verlässlich bewertet wird. Ein zentraler Unterschied zeigt sich bei der Vermögensanlage: Während dieses Risiko im Markt häufig eingeschränkt oder ausgeschlossen wird, ist es im Rahmenvertrag bewusst weitgehend berücksichtigt.  

Der entscheidende Unterschied liegt im Ansatz: Während viele Lösungen an die persönliche Haftung von Organen gekoppelt sind, setzt das Konzept breiter an. „Unser Ziel war es, nicht nur die handelnden Personen zu schützen, sondern die Stiftung als Ganzes“, erklärt Laura-Jane Valentin. „Denn Schäden bestehen weiterhin, auch wenn gar keine persönliche Haftung möglich ist – etwa bei gesetzlichen oder satzungsgemäßen Haftungsprivilegien und der damit fehlenden Regressierbarkeit. Schadensersatzleistungen können dann nicht geltend gemacht werden, aber der Schaden verbleibt bei der Stiftung.“ Für Stiftungen heißt das vor allem eines: Sie erhalten einen Schutz, der ihre tatsächlichen Risiken abbildet – und nicht nur theoretische Haftungsszenarien.

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Schutz auch dann, wenn eine leicht fahrlässige Pflichtverletzung vorliegt
  • Absicherung der Stiftung selbst – nicht nur der handelnden Personen
  • Absicherung der Risiken, die im Alltag tatsächlich entstehen
  • Unterstützung bei der Abwehr von Ansprüchen gegen Organe

Damit verschiebt sich der Fokus: weg von der reinen Haftungslogik – hin zu einem umfassenden Verständnis von Risiko. 
 

Es geht nicht um theoretische Risiken, sondern um ganz konkrete Situationen aus dem Alltag von Stiftungen.

– Laura-Jane Valentin, Volljuristin und spezialisierte Versicherungsmaklerin bei PP Business Protection

Risiken entstehen im Alltag

Die Bandbreite möglicher Schadensszenarien ist größer, als viele erwarten. Neben klassischen Haftungsfällen spielen gerade operative Fehler eine zentrale Rolle: fehlerhafte Geldanlagen, Pflichtverletzungen in der Immobilien- oder Hausverwaltung, Fehler bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen oder organisatorische Versäumnisse im laufenden Betrieb. Das sind keine Ausnahmefälle, sondern typische Schadensszenarien aus der Praxis von Stiftungen. Damit werden nicht nur Ausnahmefälle abgesichert, sondern vor allem die Risiken, die im täglichen Betrieb tatsächlich entstehen – und oft lange unbemerkt bleiben.

„Die wirtschaftliche Lage ist auch für viele Stiftungen angespannt, und die Fehleranfälligkeit nimmt zu“, sagt Laura-Jane Valentin. „Aber genau diese alltäglichen Fehler können für Stiftungen erhebliche finanzielle Folgen haben – bis hin zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit.“ Besonders kritisch wird es, wenn sich Vorwürfe gegen Organe richten – selbst dann, wenn sie sich später als unbegründet herausstellen. Denn schon die Abwehr solcher Ansprüche verursacht Aufwand, erhebliche Kosten und Unsicherheit.

Stärke im Kollektiv

Ein zentraler Vorteil des Konzepts liegt im kollektiven Ansatz. Der Rahmenvertrag steht ausschließlich Mitgliedern des Bundesverbands Deutscher Stiftungen offen und ermöglicht dadurch stabile und kalkulierbare Prämien. Für viele Stiftungen – insbesondere kleinere Organisationen – wird damit ein Leistungsniveau erreichbar, das am freien Markt oft nicht darstellbar ist.  

„Durch den kollektiven Ansatz schaffen wir hier Zugang zu Lösungen, die sonst schlicht nicht verfügbar wären“, erklärt Laura-Jane Valentin. Gleichzeitig bleibt das Modell flexibel: Größere Stiftungen können aufbauend auf dem Konzept individuelle Erweiterungen und höhere Versicherungssummen vereinbaren.

Risiken verschieben sich – auch digital

Mit der fortschreitenden Digitalisierung verändert sich auch das Risikoprofil von Stiftungen. Kommunikationswege werden schneller, Prozesse digitaler – und damit auch anfälliger für Störungen und Angriffe. Cybervorfälle sind längst kein Randthema mehr. Angriffe auf IT-Systeme, Datenverluste oder Manipulationen können operative Schäden verursachen und zunehmend auch haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

„Wir sehen, dass sich Haftungsrisiken zunehmend auch aus digitalen Kontexten ergeben“, so Laura-Jane Valentin. „Deshalb empfehlen wir, den klassischen Schutz aus D&O- und Vermögensschaden-Haftpflicht konsequent um eine Cyberversicherung zu ergänzen, die heute ein unverzichtbarer Bestandteil eines zeitgemäßen Risikomanagements ist.“ Sie sorgt dafür, dass Stiftungen auch bei digitalen Risiken handlungsfähig bleiben. 
 

Gutes Risikomanagement bedeutet nicht, Risiken zu vermeiden – sondern sie bewusst einzugehen und gleichzeitig abzusichern.

– Laura-Jane Valentin, Volljuristin und spezialisierte Versicherungsmaklerin bei PP Business Protection

Was Verantwortung bedeutet

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen gewinnt das Thema weiter an Bedeutung. Steigende regulatorische Anforderungen, komplexere Vermögensstrukturen und neue Risiken – etwa im digitalen Raum – erhöhen den Druck auf Stiftungen, ihre Risikostrategie zu professionalisieren. Neue Gesetze und Richtlinien beenden die Zeiten, in denen IT-Sicherheit delegierbar war und machen Cyber-Sicherheit zur direkten Chefsache. Das Haftungsregime ist verschärft, wenn Organe ihrer Überwachungs- und Organisationspflicht auch  fahrlässig nicht nachkommen.

„Es geht nicht darum, Risiken zu vermeiden – das ist im Stiftungsalltag kaum möglich“, sagt Laura-Jane Valentin. „Entscheidend ist, sie bewusst zu managen und dort abzusichern, wo es sinnvoll ist.“ Verantwortung endet nicht bei der Entscheidung – sie umfasst auch den Umgang mit ihren Konsequenzen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt PP Business Protection, Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen zu werden – denn nur so entsteht Zugang zu einem Versicherungskonzept, das in dieser Form am Markt nicht verfügbar ist. 
 

Jetzt das Stiftungskonzept entdecken!

Noch mehr spannende Einblicke ?

Interviews, Fachbeiträge und praxisnahe Ratgeber zu aktuellen Themen, die Entscheider bewegen.