Wie die Altenheim-Police der Ecclesia Gruppe Einrichtungen der Altenhilfe in Krisensituationen unterstützt
„Die Anforderungen und Risiken haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert“, sagt Oliver Radermacher, Geschäftsführer der MÜNCH-Stift-APZ GmbH. „Früher ging es häufig um klassische Sachschäden. Heute sprechen wir zusätzlich über Cyberrisiken, Betriebsunterbrechungen, Fachkräftemangel oder zunehmend vernetzte technische Strukturen.“
Einrichtungen der Altenhilfe stehen dabei vor besonderen Herausforderungen. Schäden betreffen heute häufig nicht mehr nur einzelne Gebäudeteile oder Sachwerte, sondern wirken sich unmittelbar auf Versorgung, Personalplanung und den laufenden Betrieb aus. Selbst vermeintlich kleinere Schadenereignisse entwickeln dadurch schnell existenzielle Auswirkungen.
„Ein Leitungswasserschaden entwickelt sich inzwischen schnell zu einer massiven Betriebsunterbrechung, weil Reparaturen länger dauern oder schlicht die Handwerker fehlen“, erklärt Oliver Radermacher.
– Oliver Radermacher, Geschäftsführer der MÜNCH-Stift-APZ GmbHDie Altenheim-Police gibt Sicherheit, auch in außergewöhnlichen Situationen schnell handlungsfähig zu bleiben.
Ein Konzept speziell für die Altenhilfe
Vor diesem Hintergrund reicht ein klassischer Standardversicherungsschutz oft nicht mehr aus. Deswegen setzt die MÜNCH-Stift-APZ GmbH seit vielen Jahren auf die Altenheim-Police der Ecclesia Gruppe. Das Konzept wurde speziell für die Anforderungen von Einrichtungen der Altenhilfe entwickelt und verbindet unterschiedliche Absicherungen – etwa für Gebäude, Inventar oder Betriebsunterbrechungen – mit branchenspezifischer Beratung und strukturierter Schadenbegleitung.
Besonders die Kombination aus umfassender Allgefahrendeckung, Betriebsunterbrechungsabsicherung und branchenspezifischer Expertise macht die Altenheim-Police zu einem wichtigen Baustein für Einrichtungen der Altenhilfe. Denn viele Schäden in Pflegeeinrichtungen gehen heute weit über klassische Standardschäden hinaus. Genau hier setzt die Allgefahrendeckung an: Anders als bei klassischen Versicherungslösungen, bei denen häufig nur ausdrücklich benannte Risiken versichert sind, können dadurch auch außergewöhnliche oder vielschichtige Schadenereignisse abgesichert werden, bei denen mehrere Faktoren zusammenwirken.
„Die Altenheim-Police ist für mich ein echtes Rundum-sorglos-Paket und inzwischen ein absoluter High-End-Standard in der Branche“, sagt Oliver Radermacher. „Wir müssen uns nicht für jedes einzelne Risiko separat um unterschiedliche Versicherer kümmern. Stattdessen erhalten wir über die Ecclesia ein branchenspezifisches Gesamtkonzept, das auf die tatsächlichen Anforderungen unseres Alltags zugeschnitten ist.“
– Oliver Radermacher, Geschäftsführer der MÜNCH-Stift-APZ GmbHDie Altenheim-Police ist für mich ein echtes Rundum-sorglos-Paket und inzwischen ein absoluter High-End-Standard in der Branche.
Für mittelständische Einrichtungen ist das ein entscheidender Faktor. Viele Betreiber haben keine eigenen Fachabteilungen für Versicherungsfragen oder Risikomanagement. „Wir sind eine Einrichtung mit rund 200 Mitarbeitenden. Versicherungsfragen lassen sich da nicht einfach nebenbei organisieren. Deshalb ist es enorm wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der die Branche versteht und Risiken richtig einordnen kann“, erklärt Oliver Radermacher.
Ein wesentlicher Vorteil der Altenheim-Police liegt im ganzheitlichen Leistungsumfang. Im Vergleich zu klassischen Einzellösungen zeigt sich häufig, dass vergleichbare Absicherungen entweder deutlich teurer sind oder wichtige Leistungen fehlen. „Selbst wenn ähnliche Leistungen überhaupt angeboten werden, gibt es häufig deutliche Leistungsdefizite“, sagt Oliver Radermacher. „Die Altenheim-Police deckt viele Risiken ab, die im Alltag von Einrichtungen der Altenhilfe relevant sind – etwa Schäden an Gebäuden und technischer Infrastruktur, Betriebsunterbrechungen, Extremwetterschäden oder komplexe Schadenlagen mit mehreren Ursachen.“
Insbesondere bei vielschichtigen Schadenlagen entfaltet das Konzept aus seiner Sicht seinen größten Mehrwert: Statt unterschiedliche Verträge, Zuständigkeiten oder Ansprechpartner koordinieren zu müssen, übernimmt die Ecclesia Gruppe die Steuerung der Schadenbearbeitung und begleitet die Abstimmung mit Versicherern und Sachverständigen. „Das spart enorm viel Zeit und gibt Sicherheit – gerade im Schadenfall.“
Die Flutkatastrophe 2021 als Ausnahmezustand
Wie entscheidend diese Strukturen im Ernstfall sind, zeigte sich besonders während der Flutkatastrophe 2021 im Altenpflegezentrum der MÜNCH-Stift-APZ GmbH in Erftstadt. Während gemeinsam mit Rettungskräften noch unterschiedliche Evakuierungsszenarien vorbereitet wurden, verschärfte sich die Lage innerhalb weniger Minuten dramatisch.
Innerhalb von rund 20 Minuten stand das Erdgeschoss etwa 1,60 Meter unter Wasser. Bewohner sowie Mitarbeitende brachten sich in den oberen Etagen in Sicherheit. In dieser Situation ging es zunächst nur noch darum, die Versorgung und Sicherheit aller Beteiligten aufrechtzuerhalten. Oliver Radermacher selbst verließ das Gebäude erst rund 20 Stunden später in einer Baggerschaufel. Zu diesem Zeitpunkt war längst klar, dass die eigentliche Herausforderung gerade erst begann. Neben der akuten Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner mussten innerhalb kürzester Zeit Notlösungen organisiert, Behörden abgestimmt und Entscheidungen unter enormem Zeitdruck getroffen werden.
Besonders die Sorge um Mitarbeitende und die Zukunft des Betriebs beschäftigte Oliver Radermacher in dieser Phase. „Die wichtigste Frage war für mich: Wie sichern wir den Betrieb und wie schaffen wir es, unseren Mitarbeitenden Sicherheit zu geben? Wenn Mitarbeitende Sorge haben müssen, dass keine Löhne mehr gezahlt werden, geht innerhalb kürzester Zeit wichtiges Personal verloren.“ Gleichzeitig bestand die Gefahr, Bewohner dauerhaft an andere Einrichtungen zu verlieren. Umso wichtiger war es, den Betrieb möglichst schnell wieder handlungsfähig zu machen.
In solchen Ausnahmesituationen zeigt sich der Wert enger und eingespielter Partnerschaften. Noch während der akuten Krisensituation unterstützte die Ecclesia eng bei der organisatorischen und wirtschaftlichen Stabilisierung. Besonders wichtig war dabei die schnelle finanzielle Unterstützung. Dadurch entstand frühzeitig die notwendige Planungssicherheit, um wichtige Entscheidungen unmittelbar treffen und erste Maßnahmen schnell umsetzen zu können. „Die Information, dass kurzfristig finanzielle Sicherheit besteht, war in dieser Situation extrem wichtig“, sagt Oliver Radermacher.
Wiederaufbau parallel zum laufenden Betrieb
Trotz der großen Schäden nahm die Einrichtung den Betrieb vergleichsweise schnell wieder auf. Möglich war das vor allem durch die Absicherung der Betriebsunterbrechung und die enge Abstimmung mit der Ecclesia Gruppe. „Ohne die Absicherung treffen wir viele Entscheidungen gar nicht“, sagt Oliver Radermacher. So organisierte die Einrichtung kurzfristig umfangreiche Maßnahmen, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Durch die Flut fiel der komplette Aufzug aus, weil der Triebwerksraum im Keller vollständig zerstört wurde. „Allein der Schaden am Aufzug lag bei rund einer Viertelmillion Euro“, berichtet Oliver Radermacher.
Im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Technik neu gedacht. Der neue Triebwerksraum befindet sich nicht mehr im Keller, sondern im obersten Geschoss unter der Decke. Auch die Lüftungsanlage wurde höher positioniert, um sie künftig besser vor möglichen Hochwasserschäden zu schützen. Zusätzlich wurden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen organisiert, da die Brandschutzanlage infolge der Schäden ausfiel. Parallel dazu liefen Wiederaufbau, Abstimmungen mit Behörden, die Koordination von Sachverständigen und die Versorgung der Bewohner.
In dieser Phase wurde deutlich, wie wichtig Erfahrung und eingespielte Abläufe im Schadenfall sind. Sachverständige, Versicherer und Behörden mussten koordiniert, Unterlagen bereitgestellt und Entscheidungen vorbereitet werden. „Wer mit solchen Schadenlagen vorher kaum Berührungspunkte hatte, ist mit der Situation schnell überfordert“, sagt Oliver Radermacher.
– Oliver Radermacher, Geschäftsführer der MÜNCH-Stift-APZ GmbHDie vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Einrichtungen der Altenhilfe heute deutlich resilienter aufgestellt sein müssen als noch vor einigen Jahren.
Komplexe Schäden brauchen ganzheitliche Lösungen
Die Flutkatastrophe war nicht das einzige Schadenereignis, mit dem die Einrichtung in den vergangenen Jahren konfrontiert war. Hinzu kamen unter anderem witterungsbedingte Schäden am Dach, die sich infolge zusätzlicher Baumängel deutlich verschärften. Für Oliver Radermacher zeigen solche Fälle, wie komplex Schadenlagen in Einrichtungen der Altenhilfe heute geworden sind. „Viele Schäden lassen sich heute gar nicht mehr eindeutig nur einer Ursache zuordnen. Oft greifen verschiedene Faktoren ineinander.“ Genau an solchen Stellen stoßen klassische Standardlösungen häufig an ihre Grenzen.
Auch hier zeigt sich für Oliver Radermacher der Vorteil eines ganzheitlichen Konzepts wie der Altenheim-Police. Statt verschiedene Versicherer koordinieren oder Zuständigkeiten klären zu müssen, begleitet die Ecclesia Gruppe die Schadenfälle strukturiert und unterstützt dabei, Lösungen schnell voranzubringen.
Resilienz wird zum Schlüsselfaktor
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre verändern den Blick auf Risikomanagement nachhaltig. „Viele Entwicklungen lassen sich nicht vollständig verhindern, aber auf viele Risiken kann sich strukturiert vorbereitet werden“, erklärt Oliver Radermacher. Prävention, Risikoanalysen und branchenspezifische Lösungen gewinnen deshalb weiter an Bedeutung. Gerade nach der Flutkatastrophe überprüfte die Einrichtung technische Strukturen und Schutzmaßnahmen deutlich intensiver als zuvor. „Wenn ohnehin modernisiert oder saniert werden muss, wird heute ganz anders überlegt: Wo befindet sich Technik? Welche Bereiche sind gefährdet? Und welche Risiken lassen sich präventiv reduzieren?“
Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse, steigender Kosten und wachsender regulatorischer Anforderungen wird Resilienz für Einrichtungen der Altenhilfe zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. „Dafür braucht es langfristige Partnerschaften und Versicherungskonzepte, die deutlich über klassische Standardlösungen hinausgehen“, betont Oliver Radermacher.
Was steckt hinter der Altenheim-Police?
Die Altenheim-Police ist ein speziell für Einrichtungen der Altenhilfe entwickeltes Versicherungskonzept der Ecclesia Gruppe. Statt vieler einzelner Versicherungsverträge bündelt sie die wesentlichen Risiken von Pflegeeinrichtungen in einer modularen und flexibel kombinierbaren Lösung.
Zum Konzept gehören unter anderem Sach-, Haftpflicht-, Betriebsunterbrechungs-, Rechtsschutz- und Betriebsschließungsversicherungen. Ein zentrales Merkmal ist die Allgefahrendeckung, durch die auch komplexe oder außergewöhnliche Schadenereignisse abgesichert werden können, die über klassische Versicherungsstandards häufig nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt sind.
Neben dem Versicherungsschutz umfasst die Altenheim-Police auch eine branchenspezifische Betreuung sowie die strukturierte Begleitung im Schadenfall. Sie richtet sich an stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen unterschiedlicher Trägerstrukturen.