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Bauen im Bestand: Wie ecconstruction Risiken frühzeitig erkennt und komplexe Projekte verlässlich begleitet

Bauprojekte in den Geschäftsfeldern Gesundheitswesen, Kirche und Sozialwirtschaft zählen zu den anspruchsvollsten Aufgaben im deutschen Bauwesen. Historische Gebäude, sensible Betriebsabläufe und hohe technische Anforderungen stehen im Fokus – während zugleich die Erwartungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit weiter steigen.

Morten Mees, Key-Account-Manager und Teammitglied von ecconstruction, begleitet deutschlandweit große und komplexe Bauvorhaben in diesen Bereichen. Sein Fazit ist eindeutig: Ohne Risikoanalyse und ohne die enge Abstimmung zwischen Bau  und Versicherungstechnik lassen sich Projekte nicht professionell planen und realisieren. Im Gespräch erklärt er detailliert, worauf es bei der Planung und Umsetzung ankommt.

„Alte Bausubstanz und strenge denkmalschutzrechtliche Anforderungen erhöhen die Komplexität von Sanierungsprojekten deutlich“, sagt Morten Mees. „Nicht nur die Bausubstanz ist empfindlich – auch die zahlreichen gesetzlichen Vorgaben und die strengen Restaurierungspflichten machen solche Projekte besonders anspruchsvoll.“ Viele Risiken liegen dabei im Verborgenen – etwa in alten Leitungswegen, im Boden oder in früheren Bauwerksgenerationen, die auf Plänen oft nicht vollständig dokumentiert sind. Ein aktueller Überblick.

Gesundheitswesen: Bau und Betrieb müssen parallel funktionieren

Für Entscheiderinnen und Entscheider in Krankenhäusern und Kliniken stellt jedes Bauvorhaben eine besondere Herausforderung dar: Der Betrieb muss ohne Unterbrechung weiterlaufen, Notfallversorgung und Intensivmedizin dürfen keinesfalls beeinträchtigt werden. Wie sensibel solche Situationen sind, zeigt ein Projektbeispiel von Morten Mees: „Neben der Notaufnahme wurde ein Gebäudeteil abgerissen. Im Schockraum brauche ich absolute Stabilität – Staub oder Vibrationen wären dort fatal.“

Damit Bau und Betrieb dennoch sicher harmonieren, braucht es klare, durchdachte Konzepte. Dazu gehören definierte Abtrennungen zwischen Baustelle und Patientenbereichen, staub- und lärmfreie Zonen, eine gesicherte Medien- und Energieversorgung, Ersatzflächen wie Containerlösungen sowie eine Absicherung gegen Betriebsunterbrechung. Das Spezialisten-Team von ecconstruction begleitet solche Prozesse durchgehend – von der Planprüfung über die Abstimmung der Schutzmaßnahmen bis hin zur passenden Versicherungslösung. So lassen sich Risiken früh erkennen und der Klinikbetrieb bleibt jederzeit gewährleistet.
 

Bauarbeiten im Umfeld eines Klinikbetriebs brauchen klare Schutzkonzepte. Staub, Vibrationen oder Medienunterbrechungen dürfen den Betrieb zu keiner Zeit gefährden

– Morten Mees, Key-Account-Manager ecconstruction

Kirchen: Einzigartige Werte brauchen besondere Aufmerksamkeit

Kirchen lassen sich nicht wie gewöhnliche Gebäude bewerten und behandeln – sie sind einzigartig in Konstruktion, Materialität und Nutzung. Ihre Substanz ist historisch gewachsen und von Elementen geprägt, die sich nicht einfach ersetzen lassen – von Fenstern und Stuck über Wandmalereien bis hin zu sakralen Kunstwerken. Jede Veränderung erfordert Fachwissen, Fingerspitzengefühl und oft aufwendige und kostenintensive Restaurierungsarbeiten.

„Diese historischen Werte lassen sich nur sehr individuell restaurieren“, erklärt Morten Mees. Damit rückt eine grundlegende Frage in den Mittelpunkt: Wie lässt sich etwas bewerten, das einzigartig ist und sich nicht reproduzieren lässt? Der Ecclesia-Experte bringt es auf den Punkt: „Welcher Gegenwert ist für ein Deckengemälde realistisch und angemessen. Genau hier liegt eine der zentralen Herausforderungen. Dieser widmen wir uns detailliert und entwickeln durchdachte und verständliche Lösungen.“

Auch der Sanierungsalltag zeigt, wie komplex solche Projekte sind. Viele Kirchen befinden sich in einem dauerhaften Modernisierungszyklus – innen wie außen sind Gerüste inzwischen keine Besonderheit mehr. Die technische Seite mag überschaubar wirken, doch die Kombination aus strengen Auflagen, sensiblen historischen Werten und schwer kalkulierbaren Unwägbarkeiten macht diese zeit- und kostenintensiven Bauvorhaben ausgesprochen anspruchsvoll. ecconstruction analysiert diese Risiken, bewertet historische Substanz und schafft die Grundlage für marktgerechte Versicherungslösungen.

Sozialwirtschaft: Energiewende trifft auf Bestandsgebäude

Auch für Unternehmen und Institutionen in der Sozialwirtschaft rückt die energetische Sanierung zunehmend in den Vordergrund: Photovoltaikanlagen, neue Wärmekonzepte, moderne Gebäudetechnik und nachhaltige Bauweisen prägen inzwischen die Projektlandschaft. „Viele Institutionen, Unternehmen und Einrichtungen beschäftigen sich inzwischen intensiv mit dem Thema Solarenergie“, berichtet Morten Mees. Doch mit neuen Technologien entstehen neue Risiken.

Ein typisches Beispiel ist die Holzhybridbauweise, die durch Förderprogramme verstärkt eingesetzt wird. „Holzhybrid ist nachhaltiger, aber versicherungstechnisch ein höheres Risiko – vor allem in der Bauphase“, erklärt der Construction-Spezialist. Brandlasten, Feuchtigkeitsanfälligkeit oder die Leitungsführung über Brandabschnitte erfordern eine sorgfältige Risikoanalyse.

Hier setzt der Risiko- und Bauingenieur von ecconstruction an: Thorsten Abele begleitet Bauprojekte von der frühen Planung bis in die Bauphase – technisch wie versicherungstechnisch. Der Diplom-Ingenieur bringt praktische Bauerfahrung mit und kennt zugleich die Perspektive der Versicherer. Diese Kombination ist selten und gerade bei komplexen Bestandsprojekten ein entscheidender Vorteil. Der Bau- und Risiko-Experte prüft Materialien, Konstruktionen, Leitungswege und technische Abhängigkeiten. Auf dieser Grundlage erstellt er präzise Risikoberichte mit klaren Empfehlungen – und zeigt auf, welche Aspekte im weiteren Prozess von Versicherern genauer betrachtet und geprüft werden.
 

Thorsten Abele, unser Bau- und Risikoingenieur bei ecconstruction, verbindet bautechnisches Verständnis mit versicherungstechnischer Bewertung. Diese Kombination schafft früh Klarheit über kritische Punkte.

– Morten Mees, Key-Account-Manager ecconstruction

Lösung: Frühzeitige Risikoanalyse durch einen Spezialisten

Damit solche Risiken gar nicht erst übersehen werden, steigt Bau- und Risikoingenieur Thorsten Abele früh in den Prozess ein. Bei großen Bauprojekten sind regelmäßig Generalunternehmer, Planungsbüros sowie Sub- und Subsubunternehmer intensiv eingebunden. Diese langen Lieferketten bergen zusätzliche Risiken. „Wir haben eine komplexe Lieferkette – rund 30 Prozent aller Schäden beruhen auf Kommunikationsproblemen“, sagt Morten Mees.

Ein oft unterschätztes Risiko ist zudem die Insolvenz eines beteiligten Gewerks während der Bauphase. Die gute Nachricht: „Bei unserer Baukombi-Police bleibt der Versicherungsschutz bestehen – selbst wenn ein Stakeholder insolvent wird.“ Gerade Kliniken, Krankenhäuser und soziale Träger profitieren davon, weil Verzögerungen sonst unmittelbar den laufenden Betrieb treffen könnten.

Nutzen: Sicherheit in Planung, Bau und Betrieb

ecconstruction sorgt dafür, dass Risiken früh erkannt, Verantwortlichkeiten klar geregelt und Versicherungslösungen realistisch bemessen werden. Für Bauherren bedeutet das mehr Planungssicherheit, verlässliche Entscheidungsgrundlagen und einen Schutz, der auch komplexen Projektstrukturen standhält.

Projektmethoden: Erst das Projekt, dann die Methode

Ob klassische Vergabe, IPA (Integrierte Projektabwicklung) oder PPP (Public Private Partnership)– die passende Methode richtet sich immer nach den Anforderungen des Projekts. 

Morten Mees bringt es klar auf den Punkt: „Wichtig ist, aus Projektsicht zu denken und nicht die Methode in den Fokus zu rücken.“ Gerade im Gesundheitswesen sind Medizintechnik, Personalwege, Healing Architecture und Sicherheitsanforderungen entscheidend. Sie bestimmen, wie geplant, gebaut und am Ende auch versichert wird.

Frühzeitig einsteigen – der stärkste Hebel für erfolgreiche Projekte

Viele Risiken ließen sich vermeiden, wenn die Risikoanalyse früher beginnen würde. „Wir werden oft erst eingebunden, wenn es fast zu spät ist“, verdeutlicht Key-Account-Manager Morten Mees. Dann sind Werkverträge geschlossen, Planungen fixiert und zentrale Entscheidungen bereits gefallen. Deshalb gilt: frühzeitig und präzise planen, um optimal zu profitieren. Dies gilt für:

  • Bauvertragsprüfungen aus versicherungstechnischer Sicht für ein maßgeschneidertes Versicherungskonzept
  • Vorbereitung der Marktplatzierung
  • Begleitung während der Bauphase
  • Unterstützung im Schadenfall

So entsteht ein Risikokonzept, das technische Realität und versicherungstechnische Anforderungen zusammenführt – und Projekte stabilisiert, bevor sie ins Risiko laufen.
 

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