Vertrauensschadenversicherung

Schützen Sie Ihr Unternehmen vor finanziellen Verlusten durch Vertrauensmissbrauch: Die Vertrauensschadenversicherung sichert Sie umfassend gegen Betrug, Diebstahl und andere vorsätzliche Handlungen von Mitarbeitenden und Dritten zuverlässig ab.

Schutz vor Vermögensschäden durch interne und externe Täter

Risiken sind für Unternehmen heute nicht nur vielfältiger, sondern vor allem schwerer zu erkennen. Prozesse werden zunehmend digitaler, Lieferketten immer globaler und Kommunikationswege schneller. Gleichzeitig professionalisieren sich Betrugs- und Täuschungsmethoden in hohem Tempo. In diesem dynamischen Umfeld können Vermögensschäden für Unternehmen schnell und oft unvorhergesehen entstehen. Die Ursachen sind vielfältig: kriminelle Angriffe durch externe Täter wie Hacker oder Rechnungsbetrüger, gezielte Täuschungen von Mitarbeitenden oder vorsätzliche Handlungen innerhalb des Unternehmens – etwa Diebstahl oder Unterschlagung. Solche Vorfälle können erhebliche finanzielle Folgen nach sich ziehen und das Vertrauen in interne Abläufe nachhaltig erschüttern.

Auch wenn Cyber‑ und D&O‑Versicherungen wichtige Bausteine einer ganzheitlichen Unternehmenssicherheit darstellen, decken sie diese spezifischen Risiken nur teilweise ab. Genau hier setzt die Vertrauensschadenversicherung an und schließt eine entscheidende Schutzlücke.

Abgrenzung zu Cyber- und D&O-Versicherungen

Warum zusätzlicher Schutz notwendig ist

Cyberversicherungen leisten primär bei Angriffen auf IT‑Systeme. Bei vielen Betrugsformen, wie etwa Social Engineering oder gezielte Zahlungsmanipulationen, besteht häufig kein Versicherungsschutz oder nur ein begrenzter Versicherungsschutz. 

Ein typisches Beispiel: Eine gefälschte Rechnung wird per E-Mail versendet und zur Zahlung angewiesen – ohne dass ein IT-System kompromittiert wurde. Die Cyberdeckung greift hier in der Regel nicht.

Auch die D&O‑Versicherung bietet hier keinen ausreichenden Schutz. Sie deckt Haftungsansprüche gegen Organmitglieder aufgrund von Organisations- oder Kontrollverschulden ab. Vorsätzliche Handlungen Dritter, eigener Mitarbeitenden und auch von Organen selbst - unabhängig von möglichen Regressansprüchen – sind grundsätzlich ausgeschlossen. 

Die Vertrauensschadenversicherung ergänzt bestehende Policen gezielt dort, wo heute die größten Deckungslücken bestehen.

Warum eine Vertrauensschadenversicherung heute unverzichtbar ist

Vertrauensschäden als strategisches Risiko

Vertrauen ist Grundlage jeder Organisation – aber kein Schutzmechanismus. Selbst gut aufgestellte Unternehmen mit funktionierenden Kontrollsystemen und modernen Sicherheitslösungen sind angreifbar. Denn viele Schäden entstehen nicht durch technische Schwächen, sondern durch die gezielte Ausnutzung von Strukturen, Routinen und menschlichem Verhalten.

Typische Schadenursachen

  • vorsätzlich kriminelle Handlungen von Mitarbeitenden
  • Täuschung und Manipulation durch externe Täter
  • professionell durchgeführte Social-Engineering-Angriffe
  • gezielte Ausnutzung organisatorischer oder prozessualer Schwachstellen
  • Betrugsformen, die von klassischen Versicherungen nicht erfasst werden

Auffällig ist: Die größten Schäden entstehen selten durch Einzelfälle, sondern durch unentdeckte Vorgänge über längere Zeiträume. Die Dunkelziffer ist entsprechend hoch.

Die Vertrauensschadenversicherung adressiert genau diese Risiken – unabhängig davon, ob ein technischer Angriff nachweisbar ist.

Wie gut ist Ihr Unternehmen gegen Vertrauensschäden geschützt?

Vertrauensschäden wachsen: Neue Risiken bleiben oft verborgen. Schützen Sie Ihr Unternehmen gezielt vor finanziellen Verlusten.

Der Nutzen auf einen Blick

1. Umfassender Vermögens- und Bilanzschutz

Abdeckung vorsätzlicher Handlungen - sowohl interner als auch externer Täter.

2. Sinnvolle Ergänzung zu Cyber und D&O Versicherungen

Schließt zentrale Lücken im bestehenden Risikomanagement.

3. Schutz des Betriebsfriedens

Mitarbeitende, die manipuliert und damit selbst Opfer geworden sind, geraten nicht in Erklärungsdruck.

4. Transparente Schadenregulierung

Klare Versicherungsbedingungen und schnelle Unterstützung minimieren Folgekosten, einschließlich Anwalts- und Forensikkosten.

5. Stärkung von Governance und Compliance

Ergänzt bestehende interne Kontrollsysteme und fördert eine nachhaltige Sicherheitskultur.

6. Schutz des Unternehmensimages

Eine professionelle Schadenabwicklung trägt dazu bei, Reputationsschäden zu vermeiden.

Produktblatt "Vertrauensschadenversicherung auf einen Blick"

Vertrauensschadenversicherung

Cyber- und D&O-Versicherungen sind wichtige Bausteine einer ganzheitlichen Unternehmenssicherheit, nur die Vertrauensschadenversicherung deckt entscheidende Schutzlücke ab.
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Was die Vertrauensschadenversicherung abdeckt

Die Vertrauensschadenversicherung ist darauf ausgelegt, Vermögensschäden infolge vorsätzlicher Handlungen gezielt abzusichern. 

Schäden durch Mitarbeitende

  • Unterschlagung, Veruntreuung oder Diebstahl
  • Manipulation von Buchhaltungs- oder Zahlungssystemen
  • Missbrauch von Zugriffs- und Berechtigungsrechten
  • Fälschung von Rechnungen, Verträgen oder Zahlungsanweisungen

Mitarbeitende kennen interne Abläufe, Strukturen und Kontrollmechanismen genau – und damit auch potenzielle Schwachstellen. Entsprechend agieren Täter häufig über längere Zeiträume hinweg, bevor der Schaden überhaupt erkannt wird.

Schäden durch externe Täter

  • Social Engineering, CEO Fraud, Fake-President-Betrug
  • Deepfake-basierte Täuschungen (Stimme, Video, Identität)
  • Payment Diversion (Manipulation von Zahlungsinformationen)
  • Liefer- und Bestellbetrug
  • Organisierte Betrugsnetzwerke

Auch gut geschulte Mitarbeitende sind davor nicht gefeit – insbesondere unter Zeitdruck oder in glaubwürdig inszenierten Situationen.

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Wie moderne Betrugsformen heute funktionieren

Fake President / CEO-Fraud

Täter geben sich als Geschäftsführung oder leitende Führungskraft aus – telefonisch, per E-Mail, über DocuSign oder in täuschend echt wirkenden Videokonferenzen. KI ermöglicht heute die nahezu perfekte Imitation von Stimmen und Gesichtern. Ziel ist es, unter Zeitdruck oder mit Verweis auf besondere Vertraulichkeit Zahlungen auszulösen.

Payment Diversion

Rechnungen werden abgefangen, Bankverbindungen manipuliert und Zahlungsinformationen unbemerkt weitergeleitet.
Besonders kritisch: Der Angriffspunkt ist oft nicht eindeutig nachvollziehbar – weder beim Versender noch beim Empfänger. In vielen Fällen greift die Cyberversicherung daher nicht oder nur mit sehr geringen Versicherungssummen.

Liefer- und Bestellbetrug

Kriminelle bestellen Waren unter falscher Identität, manipulieren Lieferadressen oder geben sich als langjährige Kunden aus. Die Ware verschwindet, der finanzielle Schaden verbleibt beim Unternehmen.

Die Konsequenz:
Viele dieser Szenarien lassen sich technisch nicht eindeutig nachweisen – und fallen damit durch klassische Versicherungslösungen.

Die Vertrauensschadenversicherung setzt genau hier an: beim wirtschaftlichen Schaden, nicht beim technischen Nachweis.

Häufige Fragen zur Vertrauensschadenversicherung

Was ist ein Vertrauensschaden?

Ein finanzieller Schaden, der durch vorsätzliche unerlaubte Handlungen von Mitarbeitenden oder externen Dritten entsteht.

Welche Kosten sind versichert?

Der direkte Vermögensschaden sowie Kosten für Schadenaufklärung, Forensik und rechtliche Durchsetzung. Bei einem Eingriff in das IT-System sind die Kosten zur Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs versichert.

Wann und wie melde ich einen Schaden?

Ein Schaden sollte unverzüglich nach Feststellung gemeldet werden. Die Meldung sollte idealerweise über uns als betreuender Makler oder direkt an den Versicherer erfolgen.

Wovon hängt die Prämie ab?

Unter anderem von Unternehmensgröße, der Anzahl der Mitarbeitenden und der gewählten Versicherungssumme.

Unser Experte

Wenn Sie Fragen zu Ihrer individuellen Absicherung haben, dann unterstützt Sie Benjamin Kahre gerne persönlich.

Benjamin Kahre
Benjamin Kahre Senior Fachbetreuer ecfinancial_lines

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