Branchen Hebammen

3 Fragen an …

Vera Triphaus, Expertin für Hebammenkreißsäle bei der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH (Ecclesia Gruppe)

1. Frau Triphaus, Sie begleiten die Zertifizierung von Hebammenkreißsälen. Was treibt Sie dabei persönlich an?

Vera Triphaus: Mir ist es wichtig, dass die Arbeit der Hebammen die Wertschätzung erhält, die sie verdient. Ich kenne den Alltag vieler Hebammen, weiß, wie verantwortungsvoll und fordernd ihre Tätigkeit ist. Die Zertifizierung ist für mich nicht nur ein „Prüfsiegel“, sondern ein Zeichen von Anerkennung und Schutz: Hebammen können in einem sicheren Rahmen arbeiten – und Schwangere spüren, dass sie in guten Händen sind.

2. Worin liegt für Sie der besondere fachliche Wert der Zertifizierung?

Vera Triphaus: Die Geburt ist einer der sensibelsten Momente im Leben – für die Familien, aber auch für die Hebammen, die Verantwortung tragen. Mit der Zertifizierung schaffen wir verbindliche Standards, die Sicherheit und Qualität in den Vordergrund stellen. Wir prüfen nicht „gegen“ die Hebammen, sondern „mit“ ihnen: Prozesse, Abläufe, Zusammenarbeit. Es ist ein kollegialer Dialog, aus dem beide Seiten gestärkt hervorgehen.

3. Was bedeutet Ihnen die Arbeit mit den Hebammen persönlich?

Vera Triphaus: Es ist für mich immer wieder beeindruckend, mit wie viel Herzblut und Fachkompetenz Hebammen ihre Arbeit tun. Sie sind so nah an den Familien, tragen große Verantwortung – und bleiben dabei unglaublich menschlich. Dass wir mit unserer Expertise dazu beitragen können, diese Arbeit abzusichern, macht mich stolz. Und ehrlich gesagt: wenn eine Hebamme nach einer Zertifizierung sagt „Das gibt uns Sicherheit und stärkt uns in unserer Arbeit“, dann weiß ich, dass es genau richtig ist, was wir tun.