entwickelt vom Deutschen Hebammenverband und der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung, wird diese Haltung sichtbar und messbar.
Mehr als ein Ort der Geburt - der Hebammenkreißsaal als Modell für Sicherheit und Vertrauen
entwickelt vom Deutschen Hebammenverband und der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung, wird diese Haltung sichtbar und messbar.
„Der Hebammenkreißsaal verändert die Perspektive auf die Geburt grundlegend“, sagt Kathrin Eichhorn, leitende Hebamme im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale). „Wir begleiten die Frauen, wir führen die Geburt nicht durch. Wir sind da, um zu stützen – nicht um zu steuern.“ Diese Haltung stärkt nicht nur die Gebärenden, sondern auch die Hebammen selbst. Viele berichten von einer neuen beruflichen Erfüllung und einem gestärkten Selbstverständnis ihrer Rolle.
Auch im Team verändert sich etwas. Kathrin Eichhorn: „Wenn man sich einmal mit dem Konzept beschäftigt hat, denkt man über Geburten anders nach – auch im interprofessionellen Kreißsaal.“ Die Zusammenarbeit mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen wird partnerschaftlicher, die Rollen klarer. Ärztinnen und Ärzte können sich auf die Pathologie konzentrieren, Hebammen auf die Physiologie – und beide Seiten profitieren von gegenseitigem Vertrauen.
– Vera Triphaus, Risikoberaterin bei der GRB Gesellschaft für Risiko-BeratungDas Zertifikat zwingt zur regelmäßigen Reflexion. Es sorgt für Offenheit, Transparenz und einen kontinuierlichen Dialog im Team.
Mehr Sicherheit und Selbstbestimmung für die Gebärenden
Vera Triphaus, Risikoberaterin bei der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung, die zur Ecclesia Gruppe gehört, beschreibt den Effekt so: „Das Zertifikat zwingt zur regelmäßigen Reflexion. Es sorgt für Offenheit, Transparenz und einen kontinuierlichen Dialog im Team. Das schafft Vertrauen – unter den Hebammen, aber auch mit dem gynäkologischen Dienst.“
Für die Frauen bedeutet das: mehr Sicherheit, mehr Nähe, mehr Selbstbestimmung. Die 1:1-Betreuung durch eine Hebamme ist ein zentrales Element und wird durch definierte Kriterien sowie klare Regeln abgesichert. „Die Frauen kommen mit einem Gefühl der Vertrautheit in den Kreißsaal, da sie schon vor der Geburt die Möglichkeit haben, an der Hebammensprechstunde teilzunehmen“, erklärt Kathrin Eichhorn. „Sie kennen dadurch die Abläufe, die Räume, oft auch schon die Hebammen – das schafft Geborgenheit und Sicherheit.“
Auch die Nachfrage spricht für sich: Seit der Einführung des Hebammenkreißsaals steigt die Zahl der Frauen, die sich bewusst für diese Form der Geburt entscheiden. Und das, obwohl die Gesamtzahl der Geburten nicht gestiegen ist. „Das zeigt, wie sehr Frauen diese natürliche, hebammengeleitete Betreuung schätzen“, berichtet Kathrin Eichhorn.
– Vera Triphaus, Risikoberaterin bei der GRB Gesellschaft für Risiko-BeratungEs geht darum, gemeinsam weiterzudenken – für mehr Sicherheit, Qualität und Vertrauen in der Geburtshilfe.
HKS+ als Instrument für Qualität und Sichtbarkeit
Das Zertifikat HKS+ ist dabei mehr als ein Qualitätssiegel. Es ist ein Instrument zur Strukturierung, zur Sicherung von Standards und zur Sichtbarmachung der Hebammenarbeit. „Es geht nicht nur darum, Prozesse zu prüfen“, sagt Vera Triphaus. „Es geht darum, gemeinsam weiterzudenken – für mehr Sicherheit, Qualität und Vertrauen in der Geburtshilfe.“