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Damit Mobilität bezahlbar bleibt

Fahrzeuge ermöglichen Versorgung, Betreuung, Hausbesuche, technische Dienste und Transporte. Gleichzeitig steigen die Kosten des Fuhrparks an vielen Stellen. Wer gegensteuern will, muss deshalb mehr betrachten als die Versicherungsprämie.

Mobilität ist für viele Einrichtungen und Träger unverzichtbar. Fahrzeuge bringen Mitarbeitende zu Menschen, transportieren Mahlzeiten, Material oder Hilfsmittel und sichern dezentrale Angebote. Fallen sie aus, betrifft das nicht nur den Fuhrpark: Touren müssen umgeplant, Termine verschoben und Ersatzfahrzeuge organisiert werden. Gleichzeitig wird diese Mobilität teurer. Kraftstoff- und Energiekosten schwanken, Fahrzeuge kosten in Anschaffung oder Leasing mehr und Reparaturen werden aufwendiger. Hinzu kommen höhere Versicherungsprämien. Die Belastung entsteht damit nicht an einer einzelnen Stelle, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs.

Die Prämie ist nur ein Teil der Rechnung

Wie dynamisch sich einzelne Kosten entwickeln, zeigt der Blick auf die vergangenen Jahre. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren Kfz-Versicherungen 2024 im Durchschnitt 43,6 Prozent teurer als 2020. Die Entwicklung lässt sich nicht unmittelbar auf jede gewerbliche Flotte übertragen, verdeutlicht aber den erheblichen Kostendruck im Kfz-Markt. „Die Versicherungsprämie ist sichtbar. Viele andere Flottenkosten entstehen jedoch schon früher – bei der Fahrzeugauswahl, im laufenden Betrieb und in der Schadenbearbeitung“, sagt Johanna Brinkmann, Leiterin des Kompetenzcenters ecmobility.

Auch Reparaturen und Inspektionen haben sich deutlich verteuert. Moderne Fahrzeuge verfügen über Kameras, Sensoren und Radartechnik, die nach einem Schaden häufig geprüft oder neu kalibriert werden müssen. Dadurch kann selbst ein alltäglicher Park- oder Rangierschaden hohe Kosten verursachen. Für Einrichtungen kommen Standzeiten, Ersatzmobilität, interne Abstimmungen und veränderte Tourenplanungen hinzu. Besonders bei speziell ausgestatteten Fahrzeugen lässt sich geeigneter Ersatz häufig nicht kurzfristig beschaffen.

Handlungsspielraum beginnt vor dem Schaden

„Nicht jede Maßnahme passt zu jeder Flotte. Entscheidend sind der tatsächliche Mobilitätsbedarf, die Einsatzprofile und der individuelle Schadenverlauf“, erklärt Johanna Brinkmann. Die allgemeine Preisentwicklung können Einrichtungen nicht beeinflussen. Sie können jedoch prüfen, wie stark die eigene Flotte davon betroffen ist. Das beginnt bei der Frage, welche Fahrzeuge tatsächlich benötigt werden und welcher Antrieb zu den jeweiligen Einsatzprofilen passt. Auch Kaufpreis und Leasingrate allein sagen wenig über die Wirtschaftlichkeit aus. Energieverbrauch, Wartung, Reparaturanfälligkeit, Versicherung, Vertragsbedingungen und mögliche Ausfallzeiten bestimmen die Gesamtkosten mit.

Weitere Handlungsmöglichkeiten liegen im laufenden Betrieb: Klare Schadenmeldewege, gesteuerte Werkstattprozesse und transparente Fahrzeugdaten können Bearbeitungszeiten verkürzen und Kosten sichtbar machen. Werden Schäden systematisch ausgewertet, lassen sich zudem wiederkehrende Muster erkennen und gezielte Präventionsmaßnahmen ableiten.

Einzelne Leistungen reichen nicht immer aus

ecmobility bündelt im Ökosystem Kraftfahrt unterschiedliche Leistungen rund um Beschaffung, Betrieb, Schadenmanagement, Prävention und Fahrzeugrückgabe. Welche davon sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Flotte ab. Eine Analyse kann zeigen, wo Kosten entstehen, welche Prozesse unnötigen Aufwand verursachen und an welchen Stellen konkrete Verbesserungen möglich sind. Dabei geht es nicht darum, jede Leistung einzusetzen oder allein den Versicherungsbeitrag zu reduzieren. Entscheidend ist das Gesamtbild: Passt das Fahrzeug zum Einsatz? Sind die Schadenprozesse klar organisiert? Entspricht der Versicherungsschutz dem tatsächlichen Risiko? Und werden vorhandene Daten genutzt, um wiederkehrende Ursachen zu erkennen?
 

Wirtschaftliches Flottenmanagement entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel der richtigen Entscheidungen.

– Johanna Brinkmann, Leiterin ecmobility

Fünf Stellhebel für die eigene Flotte

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