Gut geschützt unter freiem Himmel
Bauwagen statt Gruppenzimmer, Naturraum statt klar abgegrenztem Grundstück: Für Wald- und Naturkindergärten gelten eigene Regeln – organisatorisch, baulich und in der Absicherung. Genau diese Besonderheiten stellen die Versicherbarkeit vor neue Herausforderungen. Der Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten zählt bundesweit rund 3.000 Natur- und Waldkindergärten sowie Natur- und Waldgruppen. Ein wachsendes Segment mit besonderen Anforderungen, für das klassische Versicherungslösungen oft nur bedingt geeignet sind.
Ein Markt mit eigener Logik
Waldkindergärten unterscheiden sich grundlegend von klassischen Einrichtungen. Bauwagen übernehmen zentrale Funktionen, sind jedoch weder eindeutig Gebäude noch technische Anlagen. Im Naturraum treffen mehrere Gefahren gleichzeitig aufeinander: Feuer, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl – auch Vandalismus und Elementarereignisse sollten nicht unterschätzt werden.
Diesen Gefahren stehen erhebliche Investitionen der Einrichtungen und Träger gegenüber. Die Anschaffungskosten für moderne Bauwagen liegen heute häufig bei mehr als 100.000 Euro, ergänzt durch weitere Infrastruktur wie spezielle Toilettenanlagen, Einfriedungen oder Photovoltaikanlagen.
Es geht somit nicht um ein isoliertes Risiko, sondern um kombinierte Risiken in Natur- und Waldkindergärten. „Die Herausforderung ist nicht das einzelne Risiko, sondern dass unterschiedliche Risiken zusammenkommen“, sagt Frank Schultz, Leiter Direktservice und Ausbildungswerkstatt Ecclesia Gruppe.
Wenn Standardlösungen an Grenzen geraten
In der bisherigen Praxis führte genau diese Kombination häufig zu komplexen Versicherungskonstruktionen. Die Absicherung wurde aus mehreren Einzelverträgen zusammengesetzt, verbunden mit hohem Abstimmungsaufwand und begrenzter Nachvollziehbarkeit. Für Träger bedeutete das vor allem eines: Unsicherheit. Hohe Investitionen trafen auf eine teils undurchsichtige Versicherungsstruktur, die nicht ausreichend Klarheit bot. Genau hier zeigt sich die Stärke eines spezialisierten Ansatzes: Risiken werden nicht isoliert betrachtet, sondern systematisch eingeordnet und in ein schlüssiges Gesamtkonzept überführt.
Komplexität reduzieren, Klarheit schaffen
Die Ecclesia Gruppe geht deshalb einen anderen Weg. Statt bestehende Modelle anzupassen, wurde die Situation konsequent aus der Praxis heraus neu gedacht.Das Ergebnis ist ein integriertes Modell: Bauwagen, Inventar und alle Werte auf dem Gelände werden in einem Vertrag gebündelt. Zwei klar strukturierte Pakete sowie eine transparente Summenlogik schaffen Übersicht und reduzieren den Abstimmungsaufwand deutlich.
Wie grundlegend dieser Wandel ist, verdeutlicht Frank Schultz: „Früher war die Absicherung ein Zusammensetzen aus verschiedenen Bausteinen – heute ist es eine Lösung aus einem Guss.“ Dahinter steht ein klares Prinzip: Komplexität wird intern analysiert und gezielt gelöst. Davon profitiert der Kunde nachhaltig.
Anforderungen als Ausgangspunkt
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Ausbildungswerkstatt im Direktservice. Der erste Jahrgang, im August 2024 am
Ecclesia-Standort in Detmold gestartet, hat das Thema systematisch erschlossen –
mit einem klaren Fokus auf belastbare Daten und reale Anforderungen.
Durch Marktanalysen, Hersteller-Recherchen und Termine vor Ort entstand erstmals ein fundiertes Gesamtbild dieses Spezialsegments. Rückblickend betont Frank Schultz: „Unsere Auszubildenden haben das Thema sehr gut und systematisch aufgearbeitet – von der Recherche bis zur Struktur.“ Der Beitrag ging bewusst über klassische Unterstützung hinaus. Verantwortung lag gezielt bei den Projektbeteiligten – ein Ansatz, den der Leiter Direktservice hervorhebt: „Das war kein unterstützendes Projekt, sondern ein echter Beitrag zur bestmöglichen Lösung.“ So entsteht Entwicklung, die nah an den tatsächlichen Anforderungen bleibt.
Messbarer Nutzen für die Praxis
In der Anwendung zeigt sich die positive Wirkung unmittelbar. Statt mehrerer Einzelverträge gibt es jetzt eine durchgängige, klar strukturierte Absicherung, die sich an den tatsächlichen Anforderungen orientiert und Entscheidungen deutlich vereinfacht.
Auch wirtschaftlich ist der Effekt deutlich: Im Schnitt liegen die Prämien rund 40 Prozent unter bisherigen Absicherungen, bei gleichzeitig umfassenderer Deckung. Entsprechend positiv fällt das Feedback aus. „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv – viele Kunden wollen direkt umstellen“, berichtet Frank Schultz. Klarheit, Effizienz und Verlässlichkeit greifen hier ineinander.
Spezialisierung als Stärke
Waldkindergärten sind ein spezialisiertes Segment. Gerade deshalb zeigen sie exemplarisch, wie moderne Beratung funktioniert: mit tiefem Praxisverständnis, strukturierten Analysen und Lösungen, die über Standardansätze hinausgehen. Die Ecclesia Gruppe verbindet dabei Marktkenntnis, partnerschaftliche Zusammenarbeit und die gezielte Einbindung des eigenen Nachwuchses. So entsteht ein Ansatz, der nicht nur Risiken absichert, sondern Orientierung schafft.
Ein reales Problem wird damit nicht nur gelöst, sondern in eine nachhaltige Struktur überführt – praxisnah, nachvollziehbar und mit klarem Mehrwert für die Kunden.
Gebündelte Kompetenz für die Praxis
Kleine Träger, besondere Einrichtungen und individuelle Anforderungen brauchen verlässliche Ansprechpartner, klare Prozesse und ein gutes Verständnis für die jeweilige Praxis. Die Ecclesia Gruppe verbindet dafür branchenspezifische Erfahrung, qualifizierte Nachwuchsförderung und moderne digitale Strukturen. Ein Blick darauf, wie Betreuung heute organisiert wird – und wie sie sich weiterentwickelt.
Direktservice der Ecclesia Gruppe – zentrale Anlaufstelle für kleinere Träger
Der Direktservice ist die zentrale Anlaufstelle der Ecclesia Gruppe für Institutionen und Unternehmen der Sozialwirtschaft und Wohlfahrtspflege –
insbesondere für kleinere Träger. Hier wird branchenspezifische Expertise gebündelt und in strukturierte, digital unterstützte Prozesse übersetzt. So entstehen passgenaue Versicherungslösungen, etwa für spezifische Anforderungen wie in Waldkindergärten, sowie eine effiziente und verlässliche Betreuung.
Ausbildungswerkstatt der Ecclesia Gruppe– Nachwuchs früh an der Praxis ausrichten
Die Ausbildungswerkstatt der Ecclesia Gruppe wurde im August 2024 in Detmold gestartet und ist im Direktservice verankert. Das Konzept verbindet frühzeitigen Kundenkontakt der Auszubildenden mit Teamprojekten und Einblicken in verschiedene Standorte im Laufe der dreijährigen Ausbildung. So werden fachliche, methodische und soziale Kompetenzen gezielt aufgebaut und die Qualität der Ausbildung nachhaltig gestärkt.
Digitale Weiterentwicklung – neue Grundlagen für guten Service
Die Ecclesia Gruppe investiert kontinuierlich in moderne digitale Lösungen und ihre Systemlandschaft, um Kundinnen und Kunden bestmöglich zu betreuen. Mit dem Projekt ecOS entstehen dafür neue technische Grundlagen. Den Anfang macht der Direktservice – und damit auch die Betreuung kleiner Einrichtungen und Träger der Sozialwirtschaft. Mehr zum Projekt und den Vorteilen für unsere Kunden lesen Sie auf unserer Website.