Aus dem Blackout lernen: Resilienz stärken - mit Ecclesia-Expertise

Resilienz entsteht durch klare Abläufe, realistische Risikoanalysen und geübte Notfallstrukturen.

Gestärkt aus der Krise: Prävention, klare Abläufe, Risikomanagement

Der Stromausfall im Berliner Südwesten hat gezeigt, wie anfällig selbst gut vorbereitete Unternehmen und Institutionen sind, wenn kritische Infrastruktur ausfällt. Nach offiziellen Zahlen waren rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Unternehmen betroffen, darunter Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Industriebetriebe.

Der Vorfall verdeutlicht: Vorsorge, klare Abläufe und Risikoanalysen sichern die Handlungsfähigkeit in Krisen. Wir zeigen die wichtigsten Lehren – und wie wir mit Präventionen, realistischen Risikomanagement sowie durchdachten Notfallkonzepten unserem Kunden nachhaltig helfen. Der Rückblick zeigt klar: Jede Krise liefert wertvolle Erkenntnisse, die Resilienz weiter stärken.

    Maßnahmen im Akutfall

    In der ersten Stunde zählt Sicherheit: Lage prüfen, Menschen schützen, Kommunikation sichern. Innerhalb von 24 Stunden folgt die Stabilisierung des Notbetriebs. In der ersten Woche geht es ums Lernen: Risiken analysieren, Pläne anpassen und zentrale Fragen zum Ausfall klären.

    Erste Stunde – Sicherheit zuerst

    • Lage einschätzen
    • Krisenstab informieren
    • Menschen schützen
    • Kommunikationswege klären
    • Mitarbeitende informieren

    Innerhalb von 24 Stunden – Notbetrieb sichern

    • Notstrom stabilisieren
    • Schäden dokumentieren
    • Ausfall sicherheitsrelevanter Technik melden
    • Mit Partnern abstimmen

       

    Erste Woche - Lernen und Nachschärfen

    • Risikoanalyse vor Ort
    • Pläne aktualisieren
    • Übungen terminieren
    • Terrordeckung und Betriebsunterbrechungsversicherung prüfen

    Fünf Fragen nach einem Stromausfall

    • Welche Systeme waren wie lange ausgefallen?
    • Welche Schutzfunktionen waren betroffen?
    • Sind alle Schäden vollständig dokumentiert?
    • Greifen Betriebsunterbrechung  oder Energieausfall-Klauseln?
    • Welche Maßnahmen müssen jetzt angepasst werden?

    Prävention: Business-Continuity-Management-Plan (BCM)

    Die wichtigsten Schritte im Überblick

    Ein störungsfreier Geschäftsbetrieb braucht Vorbereitung. Unser BCM-Plan zeigt kompakt, wie Unternehmen kritische Prozesse erkennen, Risiken minimieren, klare Notfallstrukturen schaffen und mit Tests ihre Widerstandsfähigkeit stärken.

    Analyse und Planung - Kritische Prozesse erkennen

    Unternehmen müssen wissen, welche Abläufe für sie unverzichtbar sind. Dazu gehört die Analyse der eigenen Prozesse: Welche Tätigkeiten sind geschäftskritisch? Welche Ressourcen werden dafür benötigt? Erst wenn diese Grundlagen klar sind, lässt sich ein wirksamer BCM Plan aufbauen.

    Prävention und Vorbereitung - Schwachstellen frühzeitig minimieren

    Ziel ist es, Störungen möglichst zu vermeiden. Dazu werden Risiken identifiziert, technische und organisatorische Schwachstellen bewertet und Maßnahmen entwickelt, um diese zu reduzieren. So lässt sich die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens deutlich erhöhen.

    Organisation und Koordination - Strukturen für den Ernstfall schaffen

    Aufbau der BCM Organisation: Wer informiert wen? Wie laufen Meldewege? Wer trägt Verantwortung für Entscheidungen? Es geht um klare Abläufe, feste Rollen und eine Dokumentation, die im Notfall schnell griffbereit ist – damit alle wissen, was zu tun ist.

    Reaktion und Wiederherstellung - Notfallpläne greifen

    Tritt eine Störung ein, werden die vorbereiteten Notfallpläne aktiviert. Ziel ist es, die wichtigsten Prozesse aufrechtzuerhalten oder schnell wiederherzustellen. Dazu gehören Sofortmaßnahmen, Koordination aller Beteiligten und die systematische Rückkehr in den Normalbetrieb.

    Test und Übungen - Pläne regelmäßig erproben

    Ein BCM Plan wirkt nur, wenn er im Ernstfall funktioniert. Deshalb sind regelmäßige Übungen, Schulungen und Tests notwendig. So lassen sich Abläufe überprüfen, Rollen klären und Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren.
     

    Learnings aus dem Berliner Blackout – kompakt und klar

    • Risikoanalysen gewinnen erheblich an Qualität, wenn sie vor Ort erfolgen.
    • Mehrdimensionale Betrachtung von Risiken und Krisen erhöht die Wirksamkeit der Prävention.
    • Regelmäßige Übungen und Tests sind notwendig, um Notfallpläne wirksam zu halten und gefährliche Improvisationen vermeiden.
    • Realistische Vorsorge (Notstrom, Wartung, geschulte Mitarbeitende) stärkt die operative Resilienz nachhaltig.
    • Individuell zugeschnittene Notfallkonzepte minimieren die Chaosphase und sichern geordnete Abläufe.
    • Ein funktionierender Krisenstab entscheidet maßgeblich über die Handlungsfähigkeit.
    • Business Continuity Management (BCM) ist unverzichtbar, um kritische Abläufe trotz Störung aufrechtzuerhalten.
    • Betriebsunterbrechungsversicherung kann wirtschaftliche Folgen abfedern – aber Energieausfälle ohne Sachschaden sind oft nur eingeschränkt gedeckt.
      Versicherungsschutz sollte daher regelmäßig überprüft und an neue Risiken angepasst werden.
    • Kurzfristige Stromausfälle gelten nicht als Gefahrenerhöhung – dennoch sollten Beeinträchtigungen sicherheitsrelevanter Systeme zeitnah gemeldet werden.

     

    Aus dem Blackout lernen: Resilienz gezielt stärken

    Der mehrtägige Stromausfall im Berliner Südwesten hat eindrucksvoll gezeigt, wie verletzlich selbst gut vorbereitete Organisationen bleiben. Gleichzeitig bestätigt das Ereignis, wie wirksam durchdachte Prävention, klare Abläufe und ein geübtes Krisenmanagement sind.
    In unserem aktuellen Fachartikel ordnen Expertinnen und Experten der Ecclesia Gruppe die zentralen Lehren ein – von Schadenmanagement und Notfallorganisation über BCM bis hin zu Versicherungsschutz und Terrordeckung. Sie zeigen, wie Einrichtungen aus Gesundheitswesen, Sozialwirtschaft und Industrie ihre Resilienz dauerhaft stärken können.

    Terrordeckung: Versicherungscheck durchführen

    Der Berliner Blackout wurde als politisch motivierter Anschlag eingeordnet, erfüllt juristisch aber nicht die Kriterien eines Terrorakts. Für einen Terrorakt müsste der Angriff nachweislich darauf abzielen, Angst und Schrecken in der Bevölkerung zu erzeugen. Diese Absicht lässt sich nach aktuellem Ermittlungsstand nicht eindeutig belegen.

    Gerade deshalb ist es wichtig, die eigene Terrordeckung jetzt zu überprüfen – vor allem mit Blick auf die steigenden Deckungssummen und die Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2029.

    Deckungssumme

    Erhöhung marktübliche Deckungssumme: von 25 auf 50 Millionen Euro.

    Übergabefrist

    Übergangsfrist bis 1. Januar 2029 – frühzeitig handeln lohnt sich.

    Deckungsbausteine

    Prüfung empfohlen, da sich Deckungsbausteine und Definitionen im Markt verändern.

    Infrastruktur

    Wichtig für Träger im Sozial  und Gesundheitswesen, die sensible Infrastruktur betreiben.

    Hotline

    Während unserer Servicezeiten erreichen Sie uns persönlich – außerhalb dieser Zeiten verbindet Sie die zentrale Nummer automatisch mit unserer Notfall‑Assistance.

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